30

Apr

Weibliche A-Jugend

Das Leben ist kein Ponyschlecken

Weibliche A-Jugend schafft ÜBOL-Quali in Moosburg

Ja hör mir nur auf! Nicht nur, dass unserer Spielort von Schongau gefühlt so weit entfernt war wie der Mond von der Erde – nein, die Anreise dauerte dank gesperrter Autobahn, Umleitung und Stau auch noch beinahe so lange, wie Lara braucht, um zu Beginn des Trainings endlich ihre Handballschuhe anzuziehen. Nicht mal D.J. Klatsche am Autoradio konnte die Fahrt angenehmer gestalten.

Eine halbe Stunde vor Beginn unseres ersten Spiels trafen wir endlich an der Moosburger Turnhalle ein. Nach einem verkürzten Aufwärmen ging es los, und zwar gegen die HSG Isar-Loisach, einen alten Bekannten aus der vergangenen Saison.

Dieser Gegner schien uns irgendwie zu liegen, und bis zur Pause hatten wir einen beruhigenden Vorsprung von 11:4 herausgespielt. Auch in Hälfte zwei ließen Isi und Co. nichts mehr anbrennen, und wir konnten uns mit einem 23:8 die ersten Punkte sichern (wobei bei etlichen Pfostentreffern unserer Gegner das Glück auf unserer Seite war). Das Erwähnenswerte an diesem Spiel ist jedoch, dass unsere gesamte Mannschaft, einschließlich Torfrau Alex, eine gute Leistung zeigte und die zahlreichen vorgenommenen Wechsel nie zu einem Leistungsrückgang führten. Allein schon für dieses Spiel haben sich unsere Mädels ein dickes Lob verdient!

In der zweiten Begegnung mussten wir gegen die Gastgeberinnen antreten, die eine ähnliche Altersstruktur wie wir aufwiesen. Erneut konnten unsere Spielerinnen ihre Leistung ganz gut abrufen, und mit 22:5 konnten wir auch dieses Spiel gewinnen. Es half allerdings, dass Nicola, Isi und Lara sich mit einem dreiwöchigen Auslandsaufenthalt auf die lange Auswärtsfahrt vorbereitet hatten.

Gleich im Anschluss spielten wir gegen die HSG Schwab/kirchen, und es war klar, dass jetzt ein anderes Kaliber auf uns zukam – und zwar ein ganz anderes! Bis zum 3:3 konnten wir noch ganz gut mithalten, aber dann zeigten uns unsere Gegner, wie schnell, athletisch und spielstark sie sind. Ruckzuck lagen wir mit 5:10 zurück, und zur Pause hieß es 7:13.
Allerdings: da war doch was? Unsere Gegnerinnen waren unglaublich oft einfach durch einen Bodenpass zu ihrer Kreisläuferin oder zu einem einlaufenden Außen zum Erfolg gekommen. Und beim Gegenstoß schalteten sie sehr schnell, während unsere Spielerinnen einfach zu lange brauchten, um auf Abwehr umzuschalten. Trainer Markus forderte für die zweite Halbzeit mehr Konzentration und mehr Einsatz in allen Bereichen. Außerdem war das Ziel für den zweiten Durchgang ganz klar: mehr Tore werfen und weniger kassieren als in Hälfte eins.

Unsere frischgebackene weibliche A-Jugend schien dies für einen vernünftigen Vorschlag zu halten. In den zweiten zwanzig Minuten legte sie nämlich eine Schippe drauf, und es entwickelte sich eine sehr sehenswerte Begegnung. Ein wenig machte sich mittlerweile zwar bemerkbar, dass dies das zweite Spiel am Stück war. Aber der alte Kampfgeist unserer Mannschaft flammte wieder auf, und unsere Mädels schafften es tatsächlich, bis auf 15:17 aufzuholen. Dabei kam es unter Anderem zu einem Generationenduell (Antonia vs. Jahrgang 99). Außerdem wurden einige neue Freundschaften geschlossen, und Lara gab ihrer Lieblingsgegnerin nach dem Ende der Partie sogar noch Tipps für den Kauf von Sportbekleidung („blickdicht!").
Unser Ziel, im zweiten Durchgang besser abzuschneiden, haben wir jedenfalls noch erreicht. Der Endstand von 18:21 bedeutet, dass wir nach der Pause 11:8 spielten. Unsere weibliche A-Jugend hat gegen einen dermaßen guten und körperlich überlegenen Gegner, der fast komplett mit Spielerinnen des Jahrgangs 1999 antrat, ein unglaublich tolles Spiel gemacht. Markus hätte bei diesem Auftritt bestimmt große Augen bekommen, wenn er nicht viel zu sehr damit beschäftigt gewesen wäre, wahnsinnig stolz auf unsere Mädels und ihre super Leistung zu sein.

Für Sabine und Amelie kämpften heute: Anni, Sara, Antonia, Hannah, Nicola, Alex, Isi, Lara, Jeanette, Lena und Anna

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